e-Golf: Der neue Golf fährt elektrisch

Mit dem Golf schuf Volkswagen 1974 einen Klassiker nicht nur seiner eigenen Firmengeschichte, sondern des Mittelklassetyps überhaupt. Sieben Golf-Generationen haben seither das Laufband verlassen. Doch auch für VW bedeutet die Debatte um ein umweltfreundlicheres Fahren und den Bedarf an entsprechenden Technologien eine Zäsur. Deshalb setzt auch der Autogigant aus Wolfsburg zunehmend auf Elektromobilität. Das Jahr 2014 markiert vor diesem Hintergrund einen Meilenstein, denn in diesem Jahr stellte VW mit dem e-Golf die elektrisch angetriebene Variante des Modell-Klassikers vor. Wird der neue Golf damit aber die großen Schuhe seiner erfolgreichen Vorgänger ausfüllen können?

Der Antrieb

Der e-Golf wird rein elektrisch angetrieben. Ausgestattet mit einem 85 kW starken E-Motor und einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 24,2 kWh, erreicht das E-Auto eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 150 km/h. Mit dieser Leistung kommt der e-Golf auf eine Reichweite von bis zu 233 km. Damit ist freilich die so genannte „kombinierte Reichweite“ bezeichnet. Das heißt, die genannte Reichweite ist keine feste Größe, sie variiert vielmehr je nach Einstellung des Fahrprofils. Laut VW fährt der e-Golf vor allem mit Modus ECO+ besonders stromsparend und damit am weitesten.

Das Aufladen der Batterie

Die großen Nachteile der Elektromobilität sind nach wie vor eine noch nicht vorhandene flächendeckende Ladeinfrastruktur und die Dauer des Ladeprozesses. So muss man auch beim e-Golf einiges an Geduld mitbringen, wenn man den Akkumulator aufladen will. Mit einer Haushaltssteckdose dauert der Ladeprozess rund 17 Stunden. Da muss man schon überlegt handeln, will man auf dem Weg zur Arbeit oder in den Urlaub nicht auf halber Strecke unfreiwillig zum Stehen kommen. Deutlich schneller lässt sich der e-Golf an einer öffentlichen Ladestation auftanken. Über das so genannte CCS-Schnellladesystem lässt sich die Batterie immerhin in 45 Minuten auf 80 Prozent aufladen.

Nachhaltig und umweltfreundlich

Da der e-Golf zu 100 Prozent elektrisch angetrieben wird, ist der Wagen natürlich wesentlich emissionsärmer als etwa ein Benziner oder ein Dieselmotor. Laut VW braucht das Auto auf 100 km durchschnittlich 12,9 bis 13,8 kw/h. Natürlich gilt auch für den e-Golf, was auch für jedes andere Elektroauto gilt: Die Elektromobilität bringt nicht viel, wenn die Energie nicht aus einer regenerativen Urquelle stammt, sondern etwa durch Kohleverbrennung erzeugt wird. Hier ist die Politik am Zug, will sie, dass Elektromobilität ihren wichtigsten Zweck erreicht: nämlich die CO²-Emission weltweit merklich zu senken.

Umweltbonus

Immerhin fördert die deutsche Politik die Elektromobilität und die damit zusammenhängende Verringerung des CO²-Ausstoßes in einigen anderen Bereichen. Eine der Maßnahmen ist der Umweltbonus. Damit zahlt der Staat dem Käufer im Falle einer Anschaffung eines Elektro- oder Brennstoffzellen-Fahrzeugs die Hälfte einer Kaufprämie. Das sind immerhin 2000 Euro. Die andere Hälfte übernimmt der Autohersteller. Das ist ein durchaus verlockender Anreiz für den Kauf eines umweltfreundlichen E- oder Wasserstoffautos und damit auch eines e-Golfs. Die Umwelt wird es auf lange Sicht dem Autofahrer danken.

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