Rennwagen in Rallye-Rennen

Als eine Rallye wird ein Autorennen bezeichnet, das nicht auf einem geschlossenen Kurs stattfindet, sondern im öffentlichen Raum. Rallyes führen meistens durch Städte, Wiesen und Felder oder auch durch Wüsten. Die Autos, die dabei verwendet werden, sind Serienfahrzeuge, die für diesen Zweck umgebaut wurden.

Welches Auto man fährt, hängt vom Typ der Rallye ab. Veranstaltungen, die vor allem auf Asphalt stattfinden, werden meistens Coupés sehen, während bei den großen Rennen wie Paris-Dakar heute meistens SUVs zum Einsatz kommen. Einige Autos haben wegen ihrer besonderen Eignung für den Rallyesport Geschichte geschrieben.

Der Audio Quattro

Der Sportwagen der Ingolstädter hat eine lange Geschichte im Rallyesport. Die deutsche Rennlegende Walter Röhrl fuhr zum Beispiel den S1, aber auch andere bekannte Fahrer wählten ihn. Er war der erste Motor, der alle vier Rädern antrieb, und zwang somit auch die anderen Hersteller, diese Antriebsart zu entwickeln. Mit 450 PS hatte er aber auch einiges an Leistung unter der Haube.

Peugeot 205 T16

Der Franzose war vor allem in den 80er-Jahren bei fast jedem Rennen vertreten. Die Basis bildete das 205er Modell, allerdings hatte man den Motor nach unten verlegt und einen Vierradantrieb eingebaut. Die 450 PS mussten nur knapp 900 Kilogramm bewegen, was ein großer Vorteil war. Zweimal gewann dieses Modell auch die World Rallye Championship.

Mitsubishi Lancer Evolution

Das japanische Modell wurde eigens für Rennen entwickelt und erst dann auch zu einem Straßenfahrzeug. Der Finne Tommi Makkinnen war einer der legendären Fahrer, die viermal die Weltmeisterschaft in einem Lancer gewannen. Er hatte eine 2,0-Liter-Maschine und galt als kaum zu schlagen in den 90er-Jahren.

Ford Escort RS 1600

Heute würde man mit einem Ford Escort dem Feld hinterherfahren, aber in den 60er- und frühen 70er-Jahren war das umgebaute Familienauto kaum zu schlagen. Der 1,6-Liter-Motor brachte genug Leistung, um den sehr tief liegenden Ford sowohl in Kurven als auch auf der Geraden zu einem schnellen und wendigen Rennwagen zu machen. Bei der Mexico Rallye kamen von hundert gestarteten Autos nur 23 ins Ziel und die meisten waren Ford Escorts.

Peugeot 3008 DKR

Dieses Auto wurde eigens für die Rallye Dakar entwickelt und hat diese zweimal gewonnen. Er ist der Nachfolger des ebenfalls erfolgreichen 2008er Modells. Er hat nur einen Zweiradantrieb, was aber beabsichtigt wurde. Der Sechszylinder-Motor hatte einigen Anteil am Erfolg, vor allem aber die eigens für den Rallyesport entwickelte Radaufhängung, die im schwierigen Terrain der Wüste das Auto sicher ins Ziel brachte.

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