Von der Dampfmaschine zum Hybrid

Die Erfindung des Autos war wohl eine der bedeutendsten der modernen Gesellschaft oder zumindest in der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Carl Benz war der Erste, der mit seinem Vehikel, angetrieben von einem Gasmotor, durch die Straßen fuhr. Man schrieb das Jahr 1886 und niemand ahnte damals, wie wichtig die Erfindung von Benz sein würde. Den Antrieb bildete ein Viertakt-Otto-Motor mit einem Zylinder und 0,954 Litern Hubraum. Das Gefährt war noch weit von dem entfernt, was heute auf unseren Straßen zu sehen ist. Es war ein offenes Dreirad, mit dem Motor hinter dem Fahrer.

Ottomotor setzte sich durch

Die Erfindung fand bald auch Nachahmer. Man stellte auch in den USA schnell fest, dass ein Automobil, also ein selbstfahrendes Gefährt, verglich mit den Pferdedroschken, viel Geld sparen könnte. So machten sich zahlreich Tüftler an ähnliche Erfindungen. Zur Jahrhundertwende waren die Fahrzeuge in den USA bereits zu vierzig Prozent mit Dampf angetrieben, 38 Prozent hatten einen Elektromotor und 22 Prozent fuhren mit Benzin. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte sich der Ottomotor durchgesetzt. Erst später kam der Dieselmotor hinzu, der ohne Zündung auskam und vor allem bei Nutzfahrzeugen eingesetzt wird.

Der Zweite Weltkrieg brachte den Durchbruch in der Massenproduktion. Auch wenn der Volkswagen-Konzern schon vor dem Krieg gegründet wurde, machten ihn erst die Nationalsozialisten zu einer Autoschmiede für das Militär. Entsprechend wurden auch in den USA Fahrzeuge für den militärischen Einsatz gebaut. Die Erfahrungen, die man mit der schnellen und billigen Produktion im Krieg machte, und die Produktionsmethoden von Henry Ford machten Autos billiger. Ford hatte bereits 1913 mit einer Fließbandproduktion begonnen. Nach dem Krieg konnten so Autos zu günstigeren Preisen angeboten werden und wurden bald zum Statussymbol der Mittelklasse. Mit dem Wirtschaftswunder und dem Käfer von Volkswagen konnten sich auch die Menschen in Deutschland ein Auto leisten.

USA liebten farbige Autos

In den USA begann man damit, aus einem eher zweckmäßigen Gebrauchsgegenstand ein Luxusprodukt zu machen, das dennoch bezahlbar war. Die Autos bekamen Extras wie Radios und Kühlerfiguren, der Tacho wurde zum Standard und auch der Aschenbecher sowie eine Heizung kamen hinzu. Beim Käfer mussten die Kunden noch bis in die späten 60er-Jahre warten, bis mehr Luxus eingebaut wurde. Die Fahrzeuge wurden immer sicherer. Die Servolenkung wurde erfunden, in immer mehr Autos wurden Bremskraftverstärker eingebaut und 1966 kam das erste Anti-Blockier-System (ABS) auf den Markt.

In den 60er-Jahren waren farbenfrohe Designs vor allem in den USA zu sehen, die dann von Pastelltönen abgelöst wurde. In Deutschland reduzierte sich das auf die Grundfarben und noch heute sind die beliebtesten Autofarben Schwarz und Weiß, gefolgt von Rot, Grün, Gelb und Blau. Eine kleine Abwechslung in die Optik brachten Metallic-Lackierungen.

Selbst bei modernen Elektroautos wird nach wie vor ein konservatives Farbdesign angeboten, sowohl bei den Lackierungen als auch im Inneren.

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